schluesseluebergabe-3 Für die Freiwillige Feuerwehr Weilimdorf ging kurz vor Pfingsten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Zusammen mit ihren Gästen konnten die Weilimdorfer Kameraden die offizielle Einweihung ihres neuen Feuerwehrhauses feiern. Vom 31. Mai bis 2. Juni folgen die Tage der offenen Tür, an denen die Wehr mit der Weilimdorfer Bevölkerung Einweihung feiern wird. „Die Einweihung eines neuen Feuerwehrhauses ist eine sehr wichtige Angelegenheit“, begrüßte der Leiter der Feuerwehr Stuttgart, Dr. Frank Knödler, die rund 300 Besucher der Einweihungsfeier im neuen Haus in der Glemsgaustraße 100. Wie wichtig dieses Ereignis für die Weilimdorfer Wehr war, unterstreicht auch die große Zahl der Ehrengäste, zu denen neben Stuttgarts Oberbürgermeister Dr.Wolfgang Schuster,der Landtagsabgeordnete Dr. Reinhard Löffler, die Gemeinderäte Rose von Stein, Philipp Hill, Manfred Kanzleiter und Robert Thurner, Bezirksvorsteherin Ulrike Zich sowie zahlreiche Bezirksbeiräte und viele Vertreter von Feuerwehren aus nah und fern zählten.

„Die Sonne strahlt und die Weilimdorfer Feuerwehr auch“, hielt Oberbürgermeister Schuster zu Beginn seines Grußwortes fest.Das sei auch richtig so, denn das neue Feuerwehrhaus sei eine wichtige und notwendige Sache für die Weilimdorfer Wehr. Qualitativ sei das Haus ein großer Sprung nach vorne, so Schuster weiter. Zwei Millionen Euro seien insgesamt investiert worden, wobei das Land einen Zuschuss in Höhe von 280.000 Euro beigesteuert habe.

Die Weilimdorfer Feuerwehr habe in der Tat lange auf ihr neues Domizil warten müssen. Mehrmals hätten andere Dinge vorgezogen werden müssen. „Nach 17 Monaten Bauzeit ist das neue Haus nun fertig“, so Schuster. Das Haus sei sehr gelungen und liege auch geografisch ideal – genau zwischen Wohngebiet und Industriegebiet. Mit dem neuen Feuerwehrhaus sei ein wichtiger Schritt in Sachen Sicherheit für die Menschen in Weilimdorf getan worden, hielt der Oberbürgermeister weiter fest. Bei der Polizei sehe das derzeit etwas anders aus, räumte Schuster an der Stelle ein. Dass dort Stellen abgebaut werden müssen, könne niemandem gefallen. „Daran können wir aber nichts ändern“.

Bezirksbrandmeister Frieder Lieb beglückwünschte die Weilimdorfer Wehr wie bereits seine Vorredner zu ihrem neuen Haus. Wer bei der Feuerwehr tätig sei, brauche nicht nur eine umfassende Ausbildung, sondern auch gute Nerven. Deshalb sei es umso wichtiger,dass das Umfeld auch stimme und dazu zähle eben auch das neue Feuerwehrhaus der Weilimdorfer Wehr. Wer die Verhältnisse im alten Gebäude in der Kimmichstraße kenne, werde ihm zustimmen, dass dieses neue Domizil dringend nötig war. An der Stelle wies Lieb mit Nachdruck darauf hin, dass die Aufgaben der Feuerwehr längst nicht mehr ausschließlich auf das Löschen von Bränden beschränkt seien. Die Rettung von Unfallopfern, Einsätze bei Gefahrgutunfällen oder bei Naturkatastrophen würden heute ebenfalls zur täglichen Arbeit der Wehren zählen. Das neue Haus biete viele Möglichkeiten, um sich auf diese unterschiedlichsten Aufgaben vorzubereiten. „Architektonisch bereichert das Haus das Stadtbild von Weilimdorf und unterstreicht auch die Leistungsfähigkeit derFeuerwehr“, so Lieb. Bei Kommandant Dietmar Weber und seiner Mannschaft sei das Haus in guten Händen. „Ich hoffe, Sie fühlen sich auch wohl darin“, so der Bezirksbrandmeister. Neben diesen guten Wünschen hatte Lieb noch ins-gesamt knapp 1,8 Millionen Euro Zuschüsse für die Stuttgarter Feuerwehren mitgebracht – nämlich für fünf neue Drehleitern, für dasFeuerwehrhaus Obertürkheim und für neue Schutzkleidung.

Der nächste auf der langen Liste der Redner war Architekt Eberhard Schönthaler, der kurz auf die Entstehung des Feuerwehrhauses einging. Bei den Vorplanungen habe man drei Entwürfe diskutiert und sich schließlich dafür entschieden, das Haus quer auf das Gelände zu stellen. Dadurch werde zum einen die Lage das Gebäudes am Ortseingang zu Weilimdorf betont, zum anderen habe sich dadurch die Möglichkeit eröffnet, dass die Feuerwehrleute das Haus bei Alarm von der Weilimdorf zugewandten Seite anfahren und auf der anderen Seite mit den Einsatzfahrzeugen verlassen können. Die hervorragende städtebauliche Lage zwischen Wohnbebauung und Industriegebiet zeichne das Gebäude zusätzlich aus, hielt der Architekt fest. „Wir haben beim Bau auch die Kosten eingehalten, und das ist eine besonders gute Sache“, hielt Schönthaler fest. Mit den besten Glückwünschen überreichte er schließlich den Schlüssel an Kommandant Weber und seine beiden Stellvertreter Heiko Schroff und Peter Schwenkkraus.

Kommandant Weber hob in seiner Rede auf die lange Geschichte des neuen Feuerwehrhauses ab. Seine beiden Amtsvorgänger Fritz Dachtler und Reinhold Gehring hätten immer wieder auf die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrhauses hingewiesen. Bereits 1986 habe man schon an den Bau eines neuen Feuerwehrhauses in der Glemsgaustraße nachgedacht. „Jetzt haben wir die Sache zu einem guten Ende gebracht“, freute sich Weber. An der Stelle dankte er allen, die zum Gelingen des Neubaus beigetragen haben. Angefangen bei den Bezirksbeiräten und Bezirksvorsteherin Ulrike Zich, die sich immer für den Neubau stark gemacht haben, beim Gemeinderat und Oberbürgermeister Schuster und natürlich noch beim Architekten und den Handwerkern. „Die jahrelange Enge hat nun ein Ende“, stelle Weber weiter fest.Die Weilimdorfer Wehr werde das neue Haus mit Leben und zahlreichen Aktivitäten füllen. Das Haus werde für die Wehr Ansporn sein, für die Weilimdorfer Bürger täglich – rund um die Uhr – da zu sein. Es folgten zahlreiche Grußworte der Wehren aus den Nachbarkreisen und ein Rundgang durch das neue Gebäude. Dabei wurde deutlich, dass die Weilimdorfer Wehr mit dem Einzug in ihr neues Haus einen echten Quantensprung vollzogen hat. Das Haus bietet mit seinem großen Schulungsraum in der Tat viel Platz für die theoretische Ausbildung – auch überörtlich. Und auch für die Jugendfeuerwehr hat man nun deutlich mehr Platz wie bisher.Ganz zu Schweigen von den zahlreichen Übungsmöglichkeiten, die sich um das Haus bieten. Es sei eine tolle Sache, dass die Wehr für die Übungen nicht mehr jedes Mal wegfahren muss, stellte dann auch Weber fest.Der erste Teil der Einweihungsfeierlichkeiten ist damit beendet.

Von 31. Mai bis 2. Juni folgt die Feier mit der Weilimdorfer Bevölkerung im Rahmen der Tage der offenenTür. Los geht es am 31. Mai um 10 Uhr. Abends ab 19 Uhr spielt die Band Alpenstarkstrom. Am Sonntag 1. Juni findet ab 11 Uhr ein Frühschoppen mit dem Musikverein Mundelsheim statt und ab 13.30 Uhr gibt es im Café Florian schwäbisches Kabarett mit „Dui ond di Sell“. Ab 18 Uhr steht dann Live-Musik mit Rainer Kühnle auf dem Programm. Am Montag, 2. Juni startet das Festprogramm um 16 Uhr mit einem Rentnernachmittag und ab 19 Uhr spielt der Musikverein Weilimdorf.

Text: Herr Tommassi (In und Um Weilimdorf)

Bilder zum Haus der Feuerwehr

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