Seit vergangenem Samstag ist bei der Freiwilligen Feuerwehr Weilimdorf ein neues Löschfahrzeug im Dienst. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10/6.

Nach nur vier Tagen intensiver Grundschulung fast aller Maschinisten und der Mannschaft wurde das Fahrzeug in den Alarmdienst übernommen. Diese schnelle Indienstnahme war nötig geworden, da am Weilimdorfer Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 Risse am Aufbau entstanden sind, die eine vermutlich längere Reparatur nötig machen. Zudem war auch das vom Bund zur Verfügung gestellte und im letzten Jahr von der Stadt übernommene LF 16 TS bei der zweijährlichen Wartung und TÜV-Abnahme. Somit stand der Weilimdorfer Wehr neben der Drehleiter nur das 35 Jahre alte Tanklöschfahrzeug zur Verfügung.

Mit dem HLF 10/6 konnte vorrübergehend schnell eine adäquate Abhilfe geschaffen werden.

Vier dieser Fahrzeuge wurden im Frühjahr bei der Branddirektion Stuttgart in Dienst gestellt. Neben den Abteilungen Degerloch-Hoffeld und Büsnau sind zwei Fahrzeuge zum Aus- und Fortbildungszentrum gegangen. Das nun in Weilimdorf in Dienst übernommene Fahrzeug  wird planmäßig über die Ausbildungsarme Zeit von Herbst bis zum Frühjahr in Weilimdorf stationiert. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Aus-und Fortbildungszentrum konnte nun „in der Not“ das Fahrzeug aus dem laufenden Lehrgangsbetrieb herausgelöst werden und in Weilimdorf in den Einsatzdienst übernommen werden.

Den ersten Einsatz hat das Fahrzeug auch schon hinter sich, aufgrund eines Tiefgaragenbrandes in der Stuttgarter Innenstadt und einer parallelen Gasausströmung in Stuttgart-West musste die Weilimdorfer Wehr am vergangenen Montagvormittag zusammen mit der Abteilung Botnang die verwaiste Feuerwache 4 in Feuerbach besetzen.

Das HLF 10/6 bietet neben den üblichen Geräten zur Brandbekämpfung nun auch z.B. einen Rauchschutzvorhang an. Mit dieser relativ neuen aber simplen Technik lassen sich Rauchausbreitung an einer Brandwohnungstüre verhindern, ohne dass der Zugang für die Feuerwehr versperrt ist. Eine Schadenminimierung durch sich ausbreitenden Rauch ist gegeben. Des weiten hat das Fahrzeug 1200 l Löschwasser dabei, einen Hochleistungslüfter, Geräte zur technischen Rettung bei Verkehrsunfällen, Beleuchtungsgerät, einen ausfahrbaren Lichtmast, und einen 9 KVA Stromerzeuger. Zum Einsatz bei   Wasserschäden ist sowohl eine Elektrotauchpumpe, als auch ein Wasserstaubgutsauger auf dem Fahrzeug. Zur Versorgung von Verletzten ist ebenfalls eine erweiterte medizinische Ausrüstung vorhanden. Rund um ein perfektes Fahrzeug für die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr.

 

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